PostgreSQL
Datenbank-Kern
Das Herz des Stacks. ist die — alle Daten, Auth-User, Storage-Metadaten, Edge-Function-Logs gehen hier durch.
Dreizehn Container, die zusammen eine vollständige Backend-Plattform bilden: , Auth, Realtime, Storage, , Studio-UI, API-Gateway. Eine konkrete Alternative zu Firebase und AWS Amplify für Startups und SaaS-Anbieter mit DSGVO-Anspruch.
Compose-Auszug — Kern-Services des Supabase-Stacks
services:
db:
image: supabase/postgres:15.8.1.085
container_name: supabase-db
healthcheck:
test: ["CMD", "pg_isready", "-U", "postgres"]
environment:
POSTGRES_PASSWORD: ${POSTGRES_PASSWORD}
JWT_SECRET: ${JWT_SECRET}
volumes:
- db_data:/var/lib/postgresql/data
auth:
image: supabase/gotrue:v2.186.0
depends_on: { db: { condition: service_healthy } }
environment:
GOTRUE_DB_DRIVER: postgres
GOTRUE_DB_DATABASE_URL: postgres://supabase_auth_admin:...@db:5432/postgres
GOTRUE_JWT_SECRET: ${JWT_SECRET}
GOTRUE_MAILER_AUTOCONFIRM: "false"
GOTRUE_SMTP_HOST: mail.lernnet.de
rest:
image: postgrest/postgrest:v14.5
depends_on: { db: { condition: service_healthy } }
environment:
PGRST_DB_URI: postgres://authenticator:...@db:5432/postgres
PGRST_DB_SCHEMAS: public,storage,graphql_public
PGRST_JWT_SECRET: ${JWT_SECRET}
kong:
image: kong:2.8.1
ports: ["8000:8000", "8443:8443"]
volumes:
- ./volumes/api/kong.yml:/home/kong/temp.yml:ro
environment:
KONG_DECLARATIVE_CONFIG: /home/kong/kong.yml
KONG_LOG_LEVEL: infoist keine einzelne Anwendung — es ist ein orchestriertes Bündel aus Open-Source-Komponenten, die zusammen das leisten, was Firebase als proprietärer Service liefert. Jede Komponente einzeln ist tauschbar.
Datenbank-Kern
Das Herz des Stacks. ist die — alle Daten, Auth-User, Storage-Metadaten, Edge-Function-Logs gehen hier durch.
27k ★
Auto-REST-API aus dem Schema
Generiert automatisch eine vollständige aus dem PostgreSQL-Schema. Kein Backend-Code für CRUD nötig — Tabellen werden zu Endpoints.
2.5k ★
Authentifizierung + User-Management
User-Verwaltung, E-Mail-Login, OAuth (Google, GitHub, ...), Magic Links, MFA. JWT-basierte Sessions, kompatibel mit allen anderen Komponenten.
7.6k ★
WebSocket-Live-Updates
Liest Logical Replication und pusht Änderungen via an verbundene Clients. Für Live-Quizze, Kollaboration, Echtzeit-Dashboards.
1.3k ★
S3-kompatible Datei-Storage
S3-API für Datei-Uploads (PDFs, Videos, Bilder). Access-Control via PostgreSQL-Row-Level-Security. Backend-frei für Auth-Logik.
103k ★
Browser-UI für DB und Auth
Browser-Oberfläche für DB-Admin, SQL-Editor, Schema-Designer, User-Management, Storage-Browser. Die offizielle Supabase-Cloud-UI als Self-Hosted-Version.
44k ★
API-Gateway davor
Routet eingehende HTTP-Requests an die richtigen Services (auth, rest, storage). Rate-Limiting, API-Keys, JWT-Validation auf Gateway-Ebene.
2.2k ★
Connection-Pooler
PostgreSQL-Connection-Pooler für Skalierung. Skaliert die DB-Verbindungen für tausende paralleler API-Aufrufe auf eine handhabbare Pool-Größe.
Serverless Edge-Funktionen
Deno-basiertes Runtime für Custom-Logik — , DSGVO-Audit-Trigger, externe API-Calls. Funktionen werden als TypeScript geschrieben und global ausgerollt.
11k ★
Bild-Transformationen on-the-fly
Resizes, crops, watermarks Bilder beim Abruf. Statt 4 Größen vor-zu-generieren: eine Quelldatei, beliebige Auflösungen per URL-Parameter.
Log-Analyse + Aggregation
Logflare aggregiert Logs aus allen Services in einer durchsuchbaren Oberfläche. Wichtig für Debugging in Production und für DSGVO-Audit-Logs.
Schema-Metadaten-API
Liefert Schema-Informationen (Tabellen, Spalten, Trigger) als . Wird vom Studio-UI genutzt und kann für eigene Migrations-Tools angesprochen werden.
Log-Shipper
Vector.dev als Log-Pipeline: sammelt Container-Logs, transformiert und schickt sie an Logflare. Konfigurierbarer Replacement für klassische Log-Sammler.
Der Supabase-Stack ist eine vollwertige Backend-as-a-Service-Plattform: als Datenbank, automatisch generierte REST- und GraphQL-APIs aus dem Schema, Auth mit JWT-Sessions, Storage mit S3-API, Realtime via , in Deno. Was du sonst in 6 verschiedenen AWS-Services bauen würdest, läuft hier in einem orchestrierten Container-Stack.
Der entscheidende Unterschied zu Firebase oder AWS Amplify: jede Komponente ist Open Source (MIT oder Apache-2.0), der Stack lässt sich vollständig auf eigener Hardware betreiben. Bei Bedarf kann eine Komponente einzeln ausgetauscht werden (z. B. PostgREST gegen Hasura, oder Kong gegen Caddy).
Für ein SaaS-Startup ist die Wahl der Backend-Plattform existenziell. Firebase ist technisch hervorragend — aber bedeutet Vendor-Lock-in (proprietäre APIs, US-Cloud, exponentielle Kostensteigerung bei Wachstum). AWS Amplify ist umfassend — aber bedeutet 6+ Services parallel zu verwalten. Beide bedeuten: bei DSGVO-Anforderungen wird es kompliziert.
: alle Daten in deutschem Rechtsraum auf Hetzner-EU. Standard-PostgreSQL als DB-Kern — keine Vendor-Lock-in, jeder PostgreSQL-Admin kann mitarbeiten. Bei Skalierung auf 1.000+ aktive Nutzer wird der Self-Hosted-Stack typisch 70–90 % günstiger als Firebase. Und falls Inc. morgen verschwindet: alle Komponenten sind Open Source und einzeln nutzbar.
Mandantenfall
EdTech-Startup für die berufliche Bildung, 5 Personen Gründer-Team, Plattform für Berufsschulen und IHK-Bildungszentren. Vor 6 Monaten Markteintritt mit 12 Schul-Tenants, geplant 100+ in 12 Monaten. Firebase wäre die naheliegende Wahl gewesen — aber Schülerdaten und Lernfortschritte müssen in der EU bleiben. auf Hetzner-Cloud Frankfurt war die Antwort.
Konkrete Setups, die LernNet seit 6 Monaten täglich nutzt. Jeder Pattern nutzt 2–4 Komponenten des Stacks zusammen — die Synergien sind das eigentliche Argument.
Sechs Stack-Level-Funktionen — Eigenschaften, die erst durch das Zusammenspiel der 13 Komponenten entstehen.
Alternativen ehrlich verglichen
Drei Alternativen für Backend-as-a-Service. ist die pragmatischste Self-Hosted-Wahl, aber die Konkurrenten haben jeweils eigene Stärken.
Marktführer
Google, proprietär
Single-Binary
Gani Georgiev, MIT
AWS-Variante
Amazon, proprietär
Faustregel: Wer DSGVO-Anspruch hat und kennt, ist mit bestens unterwegs. Firebase ist die schnellste Wahl, wenn Daten-Hoheit egal ist (Hobby-Projekte, MVPs in US-Markt). Pocketbase ist sinnvoll für Single-User-Setups (interne Tools, Hobby), aber skaliert nicht in Multi-Tenant-SaaS. AWS Amplify lohnt, wenn man ohnehin tief in AWS lebt.
Pricing
Lizenz
Alle 13 Komponenten Open Source: PostgreSQL unter PostgreSQL-Lizenz, GoTrue + PostgREST + Edge Runtime + Logflare unter MIT, alle übrigen unter Apache-2.0, Vector unter MPL-2.0. Für Eigenbetrieb ohne Re-Distribution keine Auflagen.
Laufende Kosten
Production-Setup: VPS mit 8–16 GB RAM, 200 GB SSD (Hetzner CCX23 ab 30 €/Monat). Plus separate S3-kompatible Object-Storage für Bucket-Daten (Hetzner Object Storage ab 5 €/Monat). RAM-Bedarf des kompletten Stacks: ca. 6 GB im Leerlauf, 10 GB unter Last.
Aufwand
Initial-Setup mit allen 13 Komponenten via supabase/docker: 1 Tag. Konfiguration für Production (Auth-Provider, SMTP, Backup, Monitoring): 2–3 Tage. Komplettes Startup-Onboarding inkl. Schema-Design und Frontend-Integration: 8–15 Beratungstage.
Wichtig zur Klarheit: Inc. (das Unternehmen) bietet einen kommerziellen Cloud-Service ab 25 $/Monat. Die selbst gehostete Variante ist nicht 'der gleiche Service kostenlos' — sie bedeutet Eigenverantwortung für Updates, Skalierung, Backup. Für Startups mit DSGVO-Anspruch und 1.000+ Nutzern in der Pipeline ist das die richtige Wahl. Für ein 100-Nutzer-MVP: Cloud nehmen.
Verwandte Themen
als Plattform, Caddy als API-Gateway davor, als Workflow-Layer für externe Integrationen:
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