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Tool im Einsatz

Uptime Kuma

Monitoring für Webseiten, APIs und Server. Kostenlos, Open Source, . Was es ist, wie wir es einsetzen, und was ein Steuerbüro damit Tag und Nacht überwacht.

Projekt-Profil

Uptime Kuma

A fancy self-hosted monitoring tool

Stand: 30. Mai 2026

GitHub-Sterne

87k

Forks

7.9k

Offene Issues

752

Lizenz

MIT

Aktuelle Version

v2.3.2

Sprache

JavaScript

Erstveröffentlichung
3. Juli 2021
Letzter Commit
30. Mai 2026

Drittquelle · Wikidata (CC0)

Wikidata-Profil

Uptime Kuma

Q118611125

Lizenz

MIT-Lizenz

Was Uptime Kuma ist

ist ein Open-Source-Monitoring-Werkzeug, das auf einem eigenen Server in einem läuft. Es prüft in einstellbaren Intervallen (typischerweise 20 bis 60 Sekunden), ob Webseiten, APIs, Mailserver, Datenbanken und erreichbar sind und wie sie antworten — und schlägt Alarm, wenn etwas nicht stimmt.

Im Unterschied zu Cloud-Diensten wie Pingdom, UptimeRobot oder Better Stack liegen alle Mess- und Konfigurations-Daten auf dem eigenen Server. Das ist für Kanzleien, Praxen, Steuerbüros und alle Unternehmen mit Verschwiegenheits- oder DSGVO-Anforderungen ein wesentlicher Unterschied — die überwachten URLs, Hostnamen und Antwortzeiten verlassen die eigene Infrastruktur nicht.

Warum Monitoring zu jeder Server-Architektur gehört

Ein Server, der nicht überwacht wird, fällt nicht auf, wenn er ausfällt — er fällt auf, wenn ein Kunde anruft. Das ist regelmäßig schon Stunden zu spät: Ausgefallene Mail-Annahme bedeutet verlorene Mandantenkommunikation, ausgefallene Webseite bedeutet entgangene Anfragen, ausgefallenes Backup bedeutet im Worst Case einen nicht wiederherstellbaren Datenverlust.

Monitoring ist die billigste Versicherung gegen Symptome, die teuer werden — eine 30-Sekunden-Erkennung ist meistens der Unterschied zwischen „kurz geblinkt" und „halber Tag verloren". Kuma kostet nichts, läuft auf Hardware, die ohnehin da ist, und ist in einem halben Tag eingerichtet. Es gibt keinen sinnvollen Grund, ein produktives Setup ohne ein solches Werkzeug zu betreiben.

Beispiel aus der Praxis

So setzt ein Steuerbüro Uptime Kuma ein

Steuerkanzlei mit zwölf Arbeitsplätzen, eigenem Server im Büro, Mandantenportal über , Mailserver über Postfix, tägliche Backups auf ein NAS. Das waren die sechs Anforderungen vor der Einführung:

Mandantenportal jederzeit erreichbar

Mandanten laden außerhalb der Bürozeiten Belege hoch — fällt das Portal nachts aus, merkt das die Kanzlei erst Montagmorgen über die Beschwerde. Das soll nicht mehr passieren.

DATEV-Login und externe Dienste im Blick

Wenn DATEV-Belegtransfer oder das Steuerportal des Bundeslandes hakt, kostet jede Minute Wartezeit Stunden im Monatsabschluss. Frühwarnung statt Telefon-Rätselraten.

Mail-Server überwacht, ohne ihn jemandem zu schenken

Der eigene Postfix nimmt vertrauliche Mandantenkommunikation an. Cloud-Monitoring würde Zugangsdaten und Hostnamen in fremde Logs schreiben — das war keine Option.

SSL-Zertifikate dürfen nie ablaufen

Auto-Renew über Certbot läuft seit Jahren, aber ein abgelaufenes Zertifikat in der Mandantenkommunikation wäre ein DSGVO-meldepflichtiger Vertrauensbruch. Doppelte Absicherung nötig.

Backup-Jobs müssen täglich grün melden

Ein nicht laufendes Backup fällt erst beim Wiederherstellungs-Versuch auf. Bis dahin sind unter Umständen Wochen vergangen — und Rückdatieren geht in der GoBD-Welt nicht.

Notifications DSGVO-konform, kein US-Service

Alarme sollen ins Team-Postfach und auf Mobil — aber nicht via Slack, WhatsApp Business oder PagerDuty. Eigener Mailserver und eine selbst gehostete Matrix-Bridge waren die Vorgabe.

Das überwacht Kuma jetzt rund um die Uhr

Acht Monitore decken den vollen Stack ab — von der öffentlichen Mandanten-Webseite bis zum Backup-Job, der nachts um drei läuft. Check-Intervalle zwischen 60 Sekunden (kritisch) und 5 Minuten (unkritisch), Alarm via E-Mail und Push-Benachrichtigung auf den Diensthandys:

HTTPS-Endpoint Mandantenportal

Alle 60 Sekunden Login-Seite abrufen, Statuscode 200 plus Keyword-Check auf erwartetes HTML-Element. Erkennt nicht nur Down-Status, sondern auch leere Seiten und fehlerhafte Logins.

HTTPS-Check DATEV-Belegtransfer

Externer Dienst wird minütlich angepingt. Bei Ausfall werden Mandanten proaktiv informiert — statt durch Rückrufer überrascht zu werden.

IMAP- und SMTP-Port am Mailserver

Reine TCP-Port-Checks ohne Login. Sehen Port-Blockaden (Provider-Wechsel, Firewall-Drift) bevor Mandanten Mail-Bounces melden.

SSL-Zertifikats-Ablauf für 6 Domains

Restlaufzeit-Monitor: Alarm 30 Tage, 14 Tage und 3 Tage vor Ablauf — drei Eskalations-Stufen, damit selbst im Urlaub jemand reagiert.

Backup-Webhook (Push-Monitor)

Backup-Skript pingt nach erfolgreichem Lauf einen Kuma-Push-Endpoint an. Bleibt der Ping nach 25 Stunden aus, schlägt Kuma Alarm — egal ob crashed, Storage voll oder Backup-Tool kaputt.

Docker-Container Health Status

Docker-Native-Integration: Kuma fragt direkt den Docker-Socket nach Health-Status pro Container. Crashlooping Container fällt sofort auf, bevor Nutzer ihn bemerken.

DNS-Auflösung der eigenen Domains

DNS-Monitor prüft, ob die kanzleiweite Domain weiterhin auf die richtige IP zeigt. Provider-Drift, DNS-Hijack oder versehentlich falsch eingestellte Records werden sichtbar.

Festplatten-Füllstand via JSON-Query

Kleines Bash-Skript schreibt täglich Disk-Usage als JSON in eine geschützte URL. Kuma liest den Wert aus und alarmiert ab 85 % Füllstand — bevor irgendwo „No space left on device" steht.

Was Uptime Kuma sonst noch kann

Der Funktionsumfang geht weit über reine Erreichbarkeits-Checks hinaus. Sechs Bausteine, die das Tool von einem reinen Ping-Werkzeug zu einer kleinen Monitoring-Plattform machen:

15 Monitor-Typen out of the box

HTTP/HTTPS, TCP-Port, Ping (ICMP), DNS, Keyword-Match im HTML, JSON-Query, gRPC, MQTT, , Push (Heartbeat), Steam-Server, SQL-Server (Mongo, MySQL, , MS-SQL, MariaDB), RabbitMQ. Reicht für 95 Prozent aller Mittelstands-Setups ohne Plugin.

Status-Page für Kunden

Eigene Status-Page mit eigener Domain, gefiltert auf die Services, die Kunden tatsächlich nutzen. Mandantenportal-Status öffentlich zeigen — das interne Monitoring bleibt unsichtbar.

90+ Notification-Provider

E-Mail (SMTP), , Matrix, Telegram, Discord, Signal, Pushover, Gotify, ntfy, Apprise. Wer bleiben muss: SMTP, Matrix , ntfy , in eigene Systeme — alles ohne Cloud-Lock-in.

Maintenance-Windows

Geplante Wartung wird vorab eingetragen — Kuma unterdrückt während dieser Zeit Alarme und zeigt auf der Status-Page „Wartung läuft" an. Keine 02-Uhr-Alarme während eines geplanten Updates.

Tags und Gruppen

Monitore lassen sich nach Kunden, Umgebung oder Kritikalität gruppieren. Eine Status-Page pro Mandant, eine Übersicht pro Service-Tier, eine Eskalations-Regel pro Tag.

API + Backup als SQLite

für Automatisierung und Reports. Persistente Daten in einer einzigen SQLite-Datei — Backup ist ein File-Copy, Migration zwischen Servern ist ein rsync und Container-Restart.

Was wäre die Alternative

Kostenpflichtige SaaS-Alternativen im Vergleich

Wenn Sie kein eigenes Setup wollen oder keine geeignete Infrastruktur haben, gibt es kommerzielle SaaS-Anbieter. Drei verbreitete Alternativen im Direktvergleich — Stand 2026:

SaaS-Klassiker

Pingdom

SolarWinds, US

  • · Ab 15 USD/Mo (10 Monitore)
  • · Enterprise-Pläne 250 USD+/Mo
  • · US-Hosting, DSGVO-Friction
  • · Page-Speed und Synthetic Transactions

Einsteiger

UptimeRobot

Malta / US-Infrastruktur

  • · Gratis: 50 Monitore, 5-Min-Intervall
  • · Solo 7 USD/Mo (60-Sek-Intervall)
  • · Team-Plan ab 30 USD/Mo
  • · Sehr beliebt im SMB-Segment

Premium / EU-fähig

Better Stack

Tschechien / EU-Option

  • · Gratis: 10 Monitore, 3-Min-Intervall
  • · Team-Plan ab 34 USD/Mo
  • · EU-Server möglich, modernes UI
  • · Incident-Management integriert

Für eine Steuerkanzlei mit ein bis zwei Domains und einer Handvoll interner Services kommt der SaaS-Ansatz schnell auf 200 bis 600 EUR pro Jahr — bei US-Anbietern dazu DSGVO-Friction durch . Kuma kostet einmalig den Einrichtungs-Aufwand und läuft auf bereits vorhandener Hardware. In Architekturen mit eigenem Server oder NAS ist Kuma die ökonomisch und rechtlich pragmatischste Wahl. SaaS-Tools lohnen sich vor allem dann, wenn Sie ausdrücklich keine eigene Infrastruktur betreiben oder Multi-Region-Probing benötigen, das ein selbst gehostetes Werkzeug nicht abdeckt.

Was es kostet

Kostenlos. Open Source. Ohne Hintertür.

Lizenz

MIT-Lizenz. Unbegrenzt viele Monitore, Status-Pages, Notifications. Keine Pro-Version, keine paywalled Features.

Laufende Kosten

Null Euro für das Tool. Ressourcen-Bedarf: ca. 100 MB RAM und unter 1 Prozent CPU auf typischer Hardware — läuft problemlos auf einem Raspberry Pi, Mini-PC oder dem ohnehin vorhandenen Backup-Server.

Einmaliger Setup-Aufwand

Mit unserer Begleitung typischerweise ein halber Tag — inklusive Container-Setup, allen relevanten Monitoren, Notifications, einer Status-Page und einer kurzen Übergabe an Sie oder Ihre IT.

Das einzige, was Sie investieren, ist einmaliger Aufwand für Konzeption und Einrichtung. Danach läuft das Werkzeug ohne Lizenzkosten, ohne Cloud-Abhängigkeit und ohne Datenabfluss — Jahr für Jahr.

Uptime Kuma Dashboard: Monitor-Liste links, Detail-Pane mit Uptime, Response-Zeit, SSL-Cert-Ablauf und Response-Time-Chart rechts.
Uptime Kuma Dashboard im Dark Mode. Quelle: louislam/uptime-kuma (MIT-Lizenz)
Uptime Kuma Telegram-Notification mit Service-Down-Alert (getaddrinfo ENOTFOUND) und Recovery-Meldung (Up 200 OK).
Alarm via Telegram. 90+ weitere Provider verfügbar (E-Mail, Webhook, Matrix, ntfy, Discord, Signal). Quelle: louislam/uptime-kuma

Passt dazu

Wenn Sie Ihre Infrastruktur ohnehin selber halten wollen

ist eines von mehreren Werkzeugen, die wir bei Mandanten mit Souveränitäts- und DSGVO-Anforderungen empfehlen und einrichten. Wenn Sie das Gesamtbild interessiert — Server, Container, KI-Modelle, Wissensbasis auf eigener Hardware:

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